Unser Bildungsplan


Die Säulen des Bildungsplans
Die Säulen des Bildungsplans
Die Umsetzung des Bildungs- und Erziehungsauftrages erfolgt durch vier Säulen, deren Fundament das christliche Menschenbild ist. Diese vier Säulen sind
Ergänzt werden diese vier Säulen an der Schule am Nachmittag durch drei weitere Säulen.

Diese sind
  • die begleitete Mittagszeit,
  • die Aktive Freizeitgestaltung und
  • die Hausaufgabenbetreuung.

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Morgenkreis

„Und ich erkannte, dass sie die Stille nötig hatten.“ (Antoine de Saint Exupéry)

Mit dem Morgenkreis wird der Schultag eröffnet und als eine neu geschenkte Gabe und Aufgabe gesehen. Am Ende eines Schultages findet hier auch der Abschlusskreis statt. Der Schultag wird reflektiert und Ziele für den nächsten Tag abgestimmt. Morgen- und Abschlusskreis sind ein Mittel zur Rhythmisierung und Ritualisierung des Schultags.

In der Anschauung und der Besinnung, im Hören und Sehen, in der Stille und im gemeinsamen Gebet erfahren sich die Schüler als Teil der großen Gemeinschaft. Sie sitzen in einem Kreis zusammen, jeder ist Teil des Kreises und kann sich einbringen, keiner wird ausgeschlossen, keiner sitzt vorn oder hinten. Jeder ist gleich wichtig. Der Blick ist zur Mitte hin ausgerichtet, dorthin, wo die Kerze brennt.


 
Freie Stillarbeit

„Hilf mir, es selbst zu tun.“ (Maria Montessori)

Die Freie Stillarbeit ist eine Form schulischen Arbeitens, die die Individualität des Schülers in die Mitte des pädagogischen Bemühens stellt. Dabei wird dem Kind die Wahl des Arbeitsthemas, die Arbeits- und Zeiteinteilung, die Wahl der Partner, die Wahl des Arbeitsplatzes und die Form des Arbeitsergebnisses in Freiheit zugetraut.

Die Freie Stillarbeit dient der individuellen Erarbeitung, Übung und Wiederholung der grundlegenden Lerninhalte. Die Kinder wählen aus den bereitgestellten Materialien selbstständig oder mit Hilfe des Lehrers passende Aufgaben aus, helfen und kontrollieren sich gegenseitig. Die Kinder halten die Aufgabenauswahl schriftlich fest, um sich selbst die Organisation und dem Lehrer den Überblick zu ermöglichen.

Diese Form des selbstorganisierten Lernens hilft dem Schüler, Verantwortung für sein eigenes Handeln zu übernehmen sowie sich selbst und seine Fähigkeiten zu entdecken. Genauso kann aber auch der Lehrer den Schüler besser kennen lernen und einschätzen. Er hat während der Freien Stillarbeit Zeit, ganz nah bei einzelnen Schülern zu sein und kann sie in ihrem Lernprozess begleiten.


Fachunterricht

„Die notwendige Ergänzung zum ‚Exemplarischen Lernen’ ist das ‚Orientierende Lernen’.“ (Heinrich Roth)

Fachwissen und Unterrichtsinhalte, die nicht sinnvoll vernetzt werden können, erwerben die Schüler im Fachunterricht. Dieser findet vornehmlich in den Fächern Mathematik und Sport, anteilig aber auch in anderen Fächern (Deutsch, Musik, Englisch, Werken, Religion, …) statt.


Vernetzter Unterricht

„Die Menschen stärken und die Sachen klären.“ (Hartmut von Hentig)

Der Vernetzte Unterricht überschreitet die herkömmliche Gliederung nach Fächern. Er stellt die Sachen, eben die zu behandelnden Inhalte ganzheitlich und vernetzt dar. Er erschließt die Sinnzusammenhänge und die „Hintergründigkeit der Wirklichkeit“. Im Mittelpunkt steht ein Unterrichtsthema, an dem längere Zeit, oft sogar über mehrere Wochen hinweg gearbeitet wird. Dabei entscheiden die Kinder über Schwerpunkte und Lernwege selbst mit (z.B. Vorträge halten, Bücher oder Plakate erstellen, Modelle anfertigen).