Unser Walderlebnistag im Blankenseer Forst


Am 5. Juni 2012 war es endlich soweit. Unsere 1. Klasse machte sich gleich nach Unterrichtsbeginn auf den Weg Richtung Ausbildungspark Blankensee. Nach 30minütiger Fahrt mit dem öffentlichen Bus kamen wir am Ziel an. Nach einem ersten Frühstücks-Picknick ging es auch gleich wohl gestärkt los. Hannes unser Walderlebnis- Trainer nahm uns in Empfang. Zunächst bekam jeder ein Namensschild auf Kreppband und dann ging der Gang Richtung Forst auch gleich los. Bevor es in den Wald ging, machte uns Hannes darauf aufmerksam, dass wir nun ein Naturschutzgebiet betreten würden, die Bedeutung dessen war den Schülern und Schülerinnen zumeist bekannt. Jetzt wurde jedes einzelne Kind „gescannt“, um zu schauen, ob es auch waldtauglich war.Hintereinander stiegen die Schüler durch einen Gummiring und bei keinem Kind schlug der „Scanner“ aus. Bevor es dann endgültig in den Wald ging, wurden die Kinder angehalten, mit offenen Augen durch den Wald zu gehen. Unser Ziel lag auf einem Waldkamm, wo schon eine zweite Trainerin Namens Marie auf uns wartete. Kurz bevor wir auf Marie trafen wurde besprochen, was die Kinder auf ihrem Weg bis hierher schon gesehen hatten. Einen kaputten Zaun, gestapelte Baumstämme und grasende Kühe waren entdeckt worden. Oben auf dem Waldkamm angekommen, wurden jedem Kind die Augen verbunden. Ein Kind nach dem anderen machte sichnun „blind“ auf den Weg einen zwischen Bäumen gespannten Seilparcours abzugehen.


Als nächstes stand ein Spiel auf dem Programm: „Drache, Prinzessin, Ritter“. Die Schüler wurden in zwei Gruppen aufgeteilt und mussten sich gruppenweise auf je eine Figur einigen. In einer Linie gegenüberstehend wurde auf Kommando die entsprechende Figur nachgemacht und die stärkere Figur musste die schwächere Figur fangen. So entstanden immer neue Gruppenkonstellationen. Die Schüler spielten das Spiel mit Begeisterung eine längere Zeit. Danach bekamen die Kinder in Kleingruppen eine neue Aufgabe. Sie mussten ein rohes Ei in Naturmaterialien so gut verpacken, dass das Ei einen Fall von drei Metern auf den Waldboden heil überstehen konnte. Mit Feuereifer machten sich die Kinder auf die Suche nach geeignetem Material. Sie fanden Moos, Blätter, Holzstückchen und allerhand mehr. Jede Gruppe brachte am Ende ein gut umpacktes Ei wieder mit in den Kreis. Die Kinder hatten inzwischen ihren Eiern Namen gegeben und so landeten „Hannah Montana“ und „D. Bohlen“, wie auch die zwei anderen Eier aus luftiger Höhe sanft umhüllt eines nach dem anderen unversehrt auf dem Boden. Da war die Freude natürlich groß!

Nach einer kurzen Pause ging es nun zu einem Niedrigseilparcours. Die Seile, sogenannte Slacklines waren zwischen sechs Bäume gespannt. Am Ende des Parcours wartete eine Schatztruhe. Jedes Kind, das den Weg gemeistert hatte durfte hineingreifen und sich einen Schatz herausholen. Los ging es mit dem Balancieren. Wer zwischendurch die Balance verlor und mit dem Fuß den Boden berührte, der musste sich wieder hinten anstellen. Die Schüler bekamen sehr schnell heraus, dass jeder Einzelne den Weg nur mit Hilfe anderer Schüler meistern konnte. Ohne die helfende Hand des Vor- oder Nachgängers ging es nicht. Am Ende hielten alle stolz ihren Schatz in den Händen. Der Ausflug wurde mit einem von abholenden Eltern mitgebrachten Picknick im Grünen abgeschlossen. Am Ende fuhren alle Kinder mit roten Wangen, voller Eindrücke und zufriedenen Gesichtern nach Hause.

Kristin Lenz, Klassenlehrerin